Der unheilige Abend

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Der unheilige Abend

Im Badezimmer flackert Kerzenschein,
sie läßt sich ein Schaumbad ein,
trägt ein Nichts von Negligé,
prüft das Wasser mit rotlackiertem Zeh.

Er hat ihr gesagt, heute hätte er Zeit,
sie macht alles für ein Sinnenbad bereit.
Freudig erregt erwartet sie ihn,
hoffentlich gibt es nicht noch einen Termin?

Die Zeit scheint nicht zu vergehen,
verführerisch ist sie anzusehen.
Im Bad schimmern die Kerzen,
so viel Liebe ist in ihrem Herzen!

Es klopft an der Tür, schnell eilt sie hin,
denkt dabei nur an ihn.
Draußen steht der Weihnachtsmann,
in der Hand einen Strauß von Tann.

Er hat sich in der Etage geirrt, der Liebe,
in ihr regen sich wundervolle Triebe.
Wenig später Lachen aus dem Badezimmer,
sinnlicher Duft und Kerzenschimmer….

Christine Berning

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