Ein Ostertag

Ein Ostertag

Nun endlich sind die Lüfte wieder milder
und letzter Schnee sinkt grob und grau dahin.
Das Blut im Herzen pulst sogleich viel wilder
uns zieht es nun zum freien Felde hin.

Wo junge Saaten, wie gekämmt,
weithin die Hügel überzieh´n
und überall, an Wegen und an Bächen,
zeigt sich ein frisches, helles Grün.

Der Schlehendorn prahlt schon mit weißen Blüten
und dicke Troddeln zier´n den Haselstrauch.
Im Wiesengrund seh´ ich schon Blumenfarben
und Menschen, bunt gekleidet seh´ ich auch.

S´ist Ostern und das Leben wacht erneut.
Oh siehe da, am Feldrain äugt ein Hase
und Mann und Frau und Kinder sind erfreut.
Sogleich versteckt er sich im hohen Grase.

Die Zeit der dunklen Tage ist vergessen,
die Sonne wird den Winter ganz besiegen.
Wir werden nun die Ostereier essen,
die blank und bunt in grünen Nestern liegen.

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